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Newsticker


2010.09.03.17:56

Gespräche zu Regierungsbildung in Belgien geplatzt

Die Verhandlungen zur Bildung einer Regierung in Belgien sind rund zwölf Wochen nach der Parlamentswahl gescheitert. Dies teilte die flämische Partei NVA am Freitag in Brüssel mit. Der von den französischsprachigen Sozialisten (PS) zuletzt vorgelegte Kompromissvorschlag sei nicht annehmbar gewesen, hieß es in der Erklärung. Der lange als nächster Ministerpräsident gehandelte Sozialistenchef Elio Di Rupo sollte informierten Kreisen zufolge König Albert II. über die Lage informieren.


2010.09.03.17:47

Wulff: Polens Präsident Komorowski ist "Riesenchance"

Bundespräsident Christian Wulff hat den polnischen Präsidenten Bronislaw Komorowski als "Chance" für die Verbesserung der deutsch-polnischen Beziehungen gewürdigt. "Der neue polnische Präsident ist eine Riesenchance für das Verhältnis Deutschlands und Polens, die wir beherzt ergreifen wollen", sagte Wulff am Freitag nach einem Gespräch mit Komorowski in Berlin. Komorowski habe sich jahrzehntelang für Bürgerrechte und Freiheit eingesetzt. Dafür sei er ihm dankbar, sagte Wulff. Indem der polnische Präsident direkt nach seinen Besuchen in Brüssel und Paris nach Berlin gekommen sei, habe er "ein Zeichen gesetzt" "für Europa, für die Aussöhnung unserer Länder und Völker, für eine zukunftsgerichtete Politik", sagte Wulff.


2010.09.03.17:42

Honduras erkennt als erster Staat nach IGH-Entscheid Kosovo an

Rund anderthalb Monate nach der Entscheidung des Internationalen Gerichtshofs (IGH) zur Unabhängigkeit des Kosovo hat Honduras die ehemalige serbische Provinz anerkannt. Der zentralamerikanische Staat und das Kosovo seien darin übereingekommen, diplomatische Beziehungen aufzunehmen, teilte das Außenministerium am Freitag in Pristina mit. Honduras ist damit der erste Staat, der nach dem IGH-Urteil das Kosovo anerkennt. Der Gerichtshof in Den Haag hatte im Juli in einem Rechtsgutachten die Unabhängigkeit des Kosovo für vereinbar mit dem Völkerrecht erklärt.


2010.09.03.17:29

Französischer Lehrer kommt nach Ferien als Lehrerin in Schule zurück

Als "Vincent" ist ihr Lehrer im Juni in die Sommerferien gegangen, als Lehrerin "Martine" haben Schüler in Westfrankreich nun ihre Lehrkraft wieder begrüßt: Die Geschlechtsumwandlung eines Physiklehrers an einer katholischen Privatschule in der Sommerpause sorgt bei den Eltern für Aufregung. Der Direktor des Instituts verteidigte am Freitag den Schritt der Lehrkraft. Entscheidend sei "die tägliche Arbeit und die Professionalität des Lehrers", sagte der Direktor der Schule Saint-Dominique de Saint-Herblain bei Nantes, Dominique Foucault, der Zeitung "Presse-Océan". Allerdings wurde eine Psychologin an die Schule geschickt, um den Schülern nach den Ferien im Bedarfsfall zu helfen.


2010.09.03.17:21

Brasiliens Petrobras will bis zu 64 Milliarden Dollar einsammeln

Für die Erschließung neuer Erdölquellen unter der Tiefsee vor der Küste Brasiliens will der Ölkonzern Petrobras bis zu 64 Milliarden Dollar (50 Milliarden Euro) einsammeln. Petrobras werde 2,1 Millionen neue Aktien und 1,5 Millionen Vorzugsaktien für insgesamt 111 Milliarden Real (64 Milliarden Dollar) ausgeben, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Bei entsprechender Nachfrage könne Petrobras das Angebot auch noch erhöhen. Die 64 Milliarden Dollar wären eine Kapitalerhöhung um mehr als 40 Prozent - das Unternehmen ist 150 Milliarden Dollar schwer.


2010.09.03.17:17

Medien: Scheitern der Vorgespräche für neue Regierung in Belgien

Die politische Krise in Belgien hat sich offenbar mit einem Abbruch der Vorgespräche für eine neue Regierung weiter verschärft. Der für das Amt des Regierungschefs gehandelte Sozialist Elio Di Rupo sei auf dem Weg zu König Albert II., hieß es am Freitagnachmittag aus informierten Kreisen in Brüssel. Mehrere belgische Medien meldeten, dass die Gespräche zuvor gescheitert waren. Die Differenzen zwischen dem französischsprachigen Sozialisten Di Rupo, dem flämischen Nationalisten Bart De Wever und den übrigen Parteiführern waren demnach zu groß für einen Kompromiss.


2010.09.03.16:52

Bundesumweltminister fordert stärkeren Schutz der Artenvielfalt

Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) hat mehr Engagement zur Bewahrung der Artenvielfalt gefordert. Bei einem internationalen Ministertreffen zur biologischen Vielfalt in Genf betonte Röttgen am Freitag, Bereitschaft zum Handeln "auf höchster politischer Ebene" sei notwendig, um die "notwendige Trendwende zur Bekämpfung des weltweiten Biodiversitätsverlustes zu schaffen". Die Schweiz hatte zu der informellen Ministerkonferenz der UN-Biodiversitätskonvention (CBD) eingeladen. Deutschland hat derzeit die CBD-Präsidentschaft inne.


2010.09.03.16:36

US-Ostküste übersteht Hurrikan "Earl" glimpflich

Begleitet von heftigen Sturmböen, Regenfällen und aufgepeitschtem Wellengang hat der Hurrikan "Earl" am Freitag die Ostüste der USA gestreift. Auf der Inselgruppe der Outer Banks, die dem Bundesstaat North Carolina vorgelagert ist, waren die Auswirkungen des Sturms über dem Atlantik besonders intensiv zu spüren: Windböen von bis zu 170 Stundenkilometern ließen die Regentropfen zeitweise horizontal durch die Luft wirbeln. Mehr als 30.000 Menschen hatten sich von den bei Urlaubern beliebten Inseln aufs Festland gerettet, die verbliebenen Bewohner gingen in Deckung.


2010.09.03.16:29

Verbraucherzentrale: Auch Fan-Bahncard wird automatisch verlängert

Bahnkunden mit einer Fan-Bahncard sollten diese bis zum 19. September kündigen, wenn sie keine automatische Verlängerung um ein Jahr möchten. Darauf wies am Freitag die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz hin. Die Fan-Bahncard für 25 Euro verlängerte sich mit jedem Weiterkommen der deutschen Fußballnationalmannschaft bei der WM in Südafrika um einen Monat und ist nach dem Spiel um Platz drei nun bis zum 31. Oktober gültig. Wer sie nicht kündigt, bekommt automatisch ein Abonnement zum regulären Preis von 57 Euro im Jahr von der Bahn.


2010.09.03.15:42

US-Studie: Junge Frauen holen beim Geldverdienen auf

Junge Frauen mit guter Ausbildung haben in den USA ihre männlichen Altersgenossen beim Geldverdienen überholt. Im Durchschnitt aller Altersgruppen verdienten Frauen mit Vollzeitbeschäftigung in den USA zwar nach wie vor nur 80 Prozent dessen, was Männer verdienen, heißt es in einer am Donnerstag vorgelegten Studie der New Yorker Marktforschungsfirma Reach Advisors. Bei der Teilgruppe der jungen kinderlosen Frauen unter 30 Jahren habe sich die Lage zumindest in den großen Städten aber umgedreht: Sie verdienten im Schnitt acht Prozent mehr als ihre männlichen Altersgenossen, in manchen Städten der USA sogar bis zu 20 Prozent mehr.


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